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Narrative Expositionstherapie:
Meine persönlichen Einblicke in eine ganzheitliche Methode

In der heutigen therapeutischen Landschaft gibt es eine beeindruckende Vielfalt an Ansätzen – von rein kognitiven bis zu tief erlebnisorientierten Methoden. Die narrative Expositionstherapie (NET) nimmt unter ihnen eine besondere Stellung für mich ein, weil sie Verbindungen schafft: Sie vereint das Erzählen, das Gestalten und das unmittelbare Erleben mit allen Sinnen.

Was macht die narrative Expositionstherapie besonders?

Im Zentrum der NET steht die Lebensgeschichte der Klientin oder des Klienten. Doch im Gegensatz zu rein verbalen Verfahren fokussiert sie nicht nur auf das Erzählen, sondern bindet kreative, oft haptische Elemente aktiv ein. Das eigene Leben nimmt Form an – nicht nur in gesprochenen Worten, sondern buchstäblich greifbar: Mit Hilfe von Steinen, Holzstücken, einem Seil und Blumen werden Lebensstationen im Raum angeordnet. Der gesamte Prozess erhält dadurch eine ganz neue Tiefe und Gegenwärtigkeit.

Die Vorteile des Haptischen und Praktischen

Aus meiner Sicht bietet gerade dieser praktische, haptische Zugang einen wirkungsvollen Mehrwert:

  • Lebensgeschichte visualisieren: Die Gestaltung der Lebenslinie, symbolisiert durch Materialien wie ein Seil (als Zeitachse), Steine (für belastende Ereignisse), Blumen (für schöne Erinnerungen) oder Holz (für Wendepunkte), macht das eigene Erleben sichtbar und greifbar. Das fühlbare Anfassen, Umplatzieren und Betrachten fördert den Zugang zu Emotionen, die in reinen Gesprächstherapien manchmal verborgen bleiben.
  • Beschreibung und Reflexion: Die Möglichkeit, die erstellten Stationen nicht nur zu beschreiben, sondern auch immer wieder zu reflektieren, fördert ein tiefes Verständnis der eigenen Lebensgeschichte und eröffnet neue Perspektiven auf Zusammenhänge, Muster oder Ressourcen.
  • Berührung und Sicherheit: Gerade durch das taktil-haptische Arbeiten wird ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle unterstützt. Das Mitgestalten und konkrete Tun geben Halt – besonders in Zeiten emotionaler Belastung.

Die Geschichte festhalten: Das Journal als Begleiter

Ein weiterer Vorteil liegt im schriftlichen Festhalten dieses Prozesses: Die Stationen, Geschichten und Reflexionen werden in einem Journal gesammelt. Dieses Journal ist jederzeit griffbereit – als Rückzugsort, Impulsgeber oder Erinnerungshilfe. Kreatives Gestalten mit Farben, Skizzen oder Collagen kann das Journal zusätzlich zu einer wertvollen Ressource machen und den therapeutischen Prozess nachhaltig vertiefen.

Narrative Expositionstherapie = Therapie als Prozess der Verbindung

Die narrative Expositionstherapie zeigt, wie stark das Miteinander von Reden, Erleben, Anfassen und Beschreiben sein kann. Gerade in der Vielfalt der heute verfügbaren Methoden schätze ich NET als Ansatz, der flexibel, individuell und lebensnah ist – ein echtes Bindeglied zwischen kognitiver Reflexion und sinnlichem, erlebnisorientiertem Arbeiten.

Mein Fazit: Wer narrative Expositionstherapie (NET) mit mir ausprobiert, erfährt, wie belebend und stärkend es sein kann, die eigene Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern wirklich zu erleben und festzuhalten – und das mit allen Sinnen und somit loszulassen, das Belastende, das Negative und so offen für Neues zu sein.

Die therapeutischen Einheiten sind intensiv arbeitende Sitzungen zu max. je 2 Stunden pro Sitzung à 180,– CHF/h und zwischen 3-5 Einheiten insgesamt.

Hilfe und Beratung biete ich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in individuell angepassten Einzelsitzungen

Sie können mich gerne kontaktieren unter:

+41 79 923 85 32